Gott kennt mich – und er kennt dich. Er weiß genau, wie es mir geht, selbst wenn ich es niemandem sagen kann. Vor ihm darf ich ganz ehrlich sein und mein Herz ausschütten. In meinem Leben gab es nicht nur gute Zeiten. Immer wieder habe ich erlebt, dass Pläne scheitern und Lebensziele unerreicht bleiben. Diese Enttäuschungen bringe ich im Gebet vor Gott. Und diese Gebete sind oft roh, ehrlich, voll Tränen, Fragen und manchmal auch Wut. Aber sie sind echt – und genau das liebt Gott.
Gerade in diesen ehrlichen Momenten habe ich Gottes Nähe am stärksten gespürt. Ich fühlte mich nicht allein, sondern getragen. Und oft – ganz ohne dass ich es bewusst wollte – endeten meine Klagegebete mit Lob. Mein Blick ging weg vom Problem und hin zu Gott. Und plötzlich erschien das, was mich so belastet hat, kleiner.
Wenn ich heute die Psalmen lese, verstehe ich David viel besser. Auch er begann oft mit Schmerz und endete mit Lob – und genau das habe ich auch erlebt. Einfach, weil ich Zeit mit Gott verbracht habe.
Ich möchte dich ermutigen: Gerade in schwierigen Zeiten – bete! Denn du wirst erleben, dass dort Segen liegt, den du sonst verpassen würdest.