Herausforderung für mich. Arbeit war lange ein zentraler Teil meiner Identität. Ich habe etwas für die Gesellschaft getan, wurde gebraucht und konnte Kinder fördern. Doch plötzlich stand ich vor einer neuen Realität.
Immer wieder hörte ich Fragen wie: „Suchst du dir etwas Neues? Willst du wieder arbeiten?“ Diese Reaktionen zeigen, wie stark unsere Gesellschaft Arbeit mit Wert und Identität verbindet. Doch was bedeutet das für mich? Und noch wichtiger – wie sieht Gott mich?
Bin ich weniger wert, nur weil ich nicht arbeite? Bin ich „nur“ Hausfrau? Habe ich versagt, weil ich keinen Beruf und die Kinderbetreuung gleichzeitig meistere?
Nein! Mein Wert hängt nicht von meiner Arbeit ab. Ich bin geliebt. Ich bin Gottes Kind.
Gerade jetzt habe ich etwas unglaublich Wertvolles: Zeit. Zeit, morgens in der Bibel zu lesen und zu beten. Zeit, bewusster im Moment zu leben und über die wirklich wichtigen Dinge nachzudenken.
Und wenn ich irgendwann wieder arbeite, weiß ich eines sicher: Mein Wert liegt nicht in dem, was ich tue, sondern in dem, wer ich bin.